WILLKOMMEN AUF MEINER PRAXIS-HOMEPAGE

 

Zu Beginn einige allgemeine Hinweise zu den von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen zugelassenen Psychotherapieverfahren:

 

Psychotherapie für Erwachsene:

 

Zur Zeit sind drei psychotherapeutische Behandlungsformen (sog. Richtlinienverfahren) vom Gemeinsamen Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen zur Kassenbehandlung zugelassen (G-BA). Dazu zählen die beiden psychoanalytisch begründeten Behandlungsverfahren

 

a) tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TfP bzw. TP) und

 

b) analytische Psychotherapie (AP) sowie die

 

c) Verhaltenstherapie (VT).

 

Nähere Informationen zu diesen drei Richtlinienverfahren (Unterschiede/Gemeinsamkeiten etc.) finden Sie, wenn Sie den Link "Patienteninformation" anklicken. Im Rahmen der kassenfinanzierten Richtlinien-Psychotherapie erhalten etwa 47% der Patienten eine Verhaltenstherapie (VT), etwa 47% der Patienten tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TfP) und etwa 6% der Patienten eine analytische Psychotherapie (AP). Bei diesen Zahlen handelt es sich um Annäherungswerte (Rüger, U. (2007) Psychotherapeut 52: 102 – 111). Übrigens: Die beiden psychoanalytisch begründbaren Verfahren TfP und AP werden in Deutschland als Psychodynamische Psychotherapie zusammengefasst. International dagegen (z.B. in den USA, Großbritannien etc.) wird die “tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie” als “Psychodynamische Psychotherapie” bezeichnet.

 

Ähnlich wie neue Medikamente müssen auch psychotherapeutische Verfahren durch Studien ihre Wirksamkeit belegen, ehe sie als wissenschaftlich anerkannt, für die Krankenbehandlung zugelassen und von den Krankenkassen bezahlt werden. Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie ist in Deutschland dasjenige Gremium, welches Studien zur Wirksamkeit von Psychotherapieverfahren prüft. Er ist der Bundesärztekammer und der Bundespsychotherapeutenkammer beigeordnet und hat eine ausgesprochen anspruchsvolle Liste von Kriterien definiert, die für die Anerkennung von Therapieverfahren wissenschaftlich belegt werden müssen. Wenn ein Psychotherapieverfahren nicht anerkannt bzw. zur Krankenversorgung nicht zugelassen ist, heißt das aber nicht automatisch, dass es nicht wirksam ist, sondern nur, dass es seine Wirksamkeit noch nicht ausreichend nachweisen konnte.